Die Preise für Netzstrom steigen und du möchtest dich unabhängiger von den großen Stromversorgern machen? Dann solltest du über einen Batteriespeicher nachdenken.
Oder den Sonnenstrom doch lieber einspeisen, anstatt ihn selbst zu verbrauchen? Diese Frage stellen sich viele, die über eine Photovoltaikanlage mit oder ohne Speicher nachdenken. Solange die Kosten der eigenen Stromerzeugung niedriger sind als aus dem öffentlichen Versorgungsnetz, ist es sinnvoller, den Solarstrom selbst zu verbrauchen. Aber aufgepasst: Die Bundesregierung plant eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG und die Einspeisevergütung soll für alle neuen Solaranlagen steigen. Die Einspeisevergütung ist eine staatliche Vergütung, die du für jede Kilowattstunde Strom erhältst.
Denn: In Zukunft sollen möglichst viele ihren selbst produzierten Solarstrom komplett ins Stromnetz einspeisen. Nutzt du deine Solaranlage nur für das Einspeisen von Photovoltaikstrom, könntest du einen Gewinn erwirtschaften. Für die Inanspruchnahme der dafür vorgesehenen EEG-Vergütung musst du dem Netzbetreiber bis Dezember mitteilen, dass du im folgenden Jahr komplett einspeisen möchtest. 2022 ist es noch ausreichend, die Meldung vor Inbetriebnahme der Photovoltaik Anlage abzugeben.
Weiterhin sinnvoll ist der Eigenverbrauch, wenn die Kosten des öffentlichen Stroms 45 ct. pro kWh übersteigen oder du einen sehr hohen Stromverbrauch hast, weil du z. B. eine Wärmepumpe betreibst oder dein E-Auto mithilfe einer Wallbox lädst.
Nachdem du jetzt einiges über die erforderlichen und optionalen Komponenten einer Photovoltaikanlage erfahren hast, berücksichtige bitte bei der Planung deiner Investition neben den Materialkosten auch die Kosten für Planung, Installation der Photovoltaik Kollektoren, erforderliche Elektroarbeiten, Anschluss des Wechselrichters und die Inbetriebnahme – also den Anschluss an das Stromnetz.