Erneuerbare Energie in Zahlen
Werden zu einem großen Teil erneuerbare Energieträger eingesetzt, lassen sich klimaschädliche CO2-Emissionen vermeiden. 2021 haben die Erneuerbaren rund 217 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten vermieden. Deutschland will bis 2045 CO2-neutral sein. Wie sieht es denn jetzt aus mit dem Beitrag erneuerbarer Energien zur Energieversorgung in Deutschland?
- Der Anteil des deutschen Energieverbrauchs, der aus erneuerbaren Energien gedeckt wird, lag im Jahr 2021 bei 19,2 Prozent.
- Bei der Nutzung erneuerbarer Energieträger entfallen 50 Prozent auf die Stromproduktion, 43 Prozent auf den Wärmesektor und 7 Prozent auf Biokraftstoffe.
- Der wichtigste erneuerbarer Energieträger ist mit 55 Prozent Anteil der Erneuerbaren die Biomasse. 24 Prozent entfallen auf die Windenergie, 13 Prozent auf die Sonnenenergie und je vier Prozent auf Wasserkraft und Geothermie.
Bundesländervergleich
Die Bundesländer investieren durchaus unterschiedlich in den Einsatz und Ausbau regenerativer Energien. 2017 konnten Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern punkten, während Hessen, Berlin und das Saarland auf den letzten Plätzen lagen. In Sachsen-Anhalt wird nachhaltige Energie zum größten Teil in Strom umgewandelt und trägt zu knapp 60 % zum Stromverbrauch bei, während in Nordrhein-Westfalen immer noch Braunkohle die Energiequelle Nr. 1 ist. Der Strombedarf in Schleswig-Holstein kann dank der rund 3.000 Windenergieanlagen komplett aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.
Wie ist die Verfügbarkeit und was gilt für die Zukunft auch in Privathaushalten?
Während langfristig bei den fossilen Brennstoffen die Verfügbarkeit zur Neige geht, gibt es erneuerbare Energien grundsätzlich im Überfluss – die Grenzen liegen hier eher in den verfügbaren Flächen oder veralteten Netzen.
Um mehr Flexibilität bei der Stromversorgung durch erneuerbare Energien zu erreichen, schließen sich auch immer mehr produzierende, speichernde oder verbrauchende Akteure in Form eines virtuellen Kraftwerks zusammen. Die Koordination läuft über ein gemeinsames Leitsystem.
Eine bedeutende Rolle wird grünem Wasserstoff zukommen, wenngleich Deutschland diesen nicht in der benötigten Menge selbst herstellen kann.
Klar ist, nicht alle erneuerbare Energien sind im Tages- oder Jahresverlauf immer verfügbar. Das gilt für die Photovoltaik, die abhängig von der Sonne ist, genauso wie für die Windkraft. Bei der Windkraft werden noch Lösungen erprobt, aber bei der Photovoltaik gibt es inzwischen bezahlbare Speicherlösungen. Entscheidend für die Zukunft werden daher die Speichermöglichkeiten sein. Inwieweit gelingt es der Wirtschaft und Politik hier dezentrale Lösungen zu schaffen, damit Spitzen und Flauten sowohl beim Erzeugen als auch beim Verbrauch effizient bewältigt werden können?
Für dein Zuhause solltest du schon jetzt auf die regenerativen Energieträger setzen: Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz verpflichtet sogar schon seit 2009 Bauherrn, ihren Wärmebedarf anteilig aus Solarenergie, Biomasse oder Erdwärme zu decken. Für die Wärmeerzeugung stehen verschiedene Wärmepumpen zur Auswahl. Auch Holz gehört zu den erneuerbaren Energiequellen und du kannst es zum Heizen in deinem Pelletofen oder Kamin einsetzen.
Unser Fazit lautet daher: Es lohnt sich, auch privat in erneuerbare Energien zu investieren. Für unsere Umwelt und unsere Zukunft. Für mehr Unabhängigkeit von den großen Versorgungsunternehmen und begrenzter fossiler Energie und für das Erreichen unserer Klimaziele.